Stipendium

Lisbeth und Erich Böckler-Stipendium 2019

Die Böckler-Mare-Balticum-Stiftung schreibt alljährlich das „Lisbeth und Erich Böckler-Stipendium“ aus. Der Name des Preises erinnert an die Stifter, den Architekten Dr. Erich Böckler und seine Ehefrau Lisbeth Böckler, die 1977 eine Stiftung ins Leben riefen zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der künstlerischen Kultur des Ostseeraums, insbesondere der baltischen Länder und ihrer europäischen Zusammenhänge.

Das Stipendium richtet sich in erster Linie an Doktorand/innen und Postdocs (in den ersten beiden Jahren nach der Promotion) aus den baltischen Ländern mit dem Schwerpunkt Kunstgeschichte oder eines damit verwandten Faches. Das Stipendium dient in erster Linie der Vertiefung bereits vorhandener Kenntnisse der deutschen Sprache und darüber hinaus, der Forschung und Vernetzung von Wissenschaftler/innen. Ganz im Sinne der Stifter, beabsichtigt das Stipendium die Förderung des wissenschaftlichen Austauschs und die Erforschung von kunst- und kulturgeschichtlichen Themen, insbesondere der visuellen Aspekte, mit Bezug auf das Baltikum und/oder die Ostseeländer.

Das Stipendium hat eine Laufzeit von maximal drei Monaten; eine verkürzte Dauer von zwei Monaten ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Von den Bewerber/innen wird erwartet, dass sie sich für die Dauer des Stipendiums in Deutschland aufhalten und den Aufenthalt mit einer Teilnahme an einem Deutschkurs verbinden. In dieser Zeit sollen zudem für weitere Forschungen relevante Institute (Museen, Forschungseinrichtungen, Bibliotheken u.a.) aufgesucht werden.

Die Höhe des Stipendiums beträgt bis zu 8.500 Euro und schließt ein: den Hin- und Rückflug zum Zielort, den Sprachkurs (4-8 Wochen), ein monatliches Grundstipendium in Höhe von 1.200 Euro sowie ein zusätzliches Reisebudget in Höhe von bis zu 2.500 Euro, das separat abgerechnet wird.

Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 31. März 2019 digital an die Geschäftsstelle zu senden.

StipendiatInnen seit 2017

Kristina Joekalda, Tallinn (Estland)
Kunsthistorikerin

3. September - 29. November 2018

Gastwissenschaftlerin (Fellow Böckler-Mare-Balticum-Stiftung) am Lehrstuhl für Kunstgeschichte Osteuropas, Institut für Kunst- und Bildgeschichte, Humboldt-Universität Berlin. Abschluss ihrer Dissertation "Local and National in the 19th-century Baltic Heritage Discourse" sowie Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen mit eigenen Beiträgen: "Cherishing and Destruction Monuments: Heritage Preservation in the Baltic Provinces during the Long 19th Century" (Tallinn 2.-7. Okt. 2018, Tagung des AK Theorie und Lehre der Denkmalpflege, AKTLD); "Identity Construction through Architectural Monuments: Some Insights into Baltic Heritage Preservation in the 19th Century" Lüneburg, Nordost-Institut 20.-23. Okt. 2018; Fellow Talk "Monuments as a Responsibility: Baltic German Discussions on Architectural Heritage around 1900", 31. Okt. 2018, HU Berlin. Teilnehmerin am Homburger Gespräch 2018 in München.
8-wöchiger Abendkurs am Goethe-Instut in Berlin.


Dr. Ula Tornau, Vilnius (Litauen)
Kunsthistorikerin

27. Januar - 9. März 2018
28. Oktober - 11. Dezember 2018

Zwei 4-wöchige Intensivsprachkurse am Goethe-Institut in Berlin. Forschungsaufenthalte in verschiedenen Einrichtungen zum Thema "Post-socialist Public Spaces", u.a. Institut für Slavistik (Humboldt Universität Berlin), Deutsches Institut für Urbanistik (Difu, Berlin), Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung sowie Bauhaus Dessau Foundation, Forschungsstelle Osteuropa (Universität Bremen), Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), Leipzig. Ziel der Recherche und der Gespräche mit WissenschaftlerInnen in den jeweiligen Forschungsinstitutionen war der Aufbau eines Netzwerkes und die Entwicklung eines Themas für ein Postdoc-Forschungsprojekt.


Dr. art. Baiba Vanaga, Riga (Lettland)
Kunsthistorikerin

3 März - 29. Mai 2017
8-wöchiger Intensivsprachkurs am Goethe-Institut in Berlin verbunden mit regelmäßigen Aufenthalten in Archiven, Forschungseinrichtungen und zahlreichen Museumsbesuchen. Weitere Forschungsaufenthalte in Lüneburg, Hamburg, Karlsruhe, Darmstadt, Frankfurt am Min, Düsseldorf, Münster, Bremen, Worpswede, Odenburg, Dresden, Leipzig, Coburg, und Stuttgart.
Abschlussvortrag "Diletantinnen oder Pionierinnen? Künstlerinnen in Lettland von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1915" im Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) an der Universität Leipzig.

"Im Allgemeinen war mein Aufenthalt in Deutschland ausgezeichnet. Ich konnte innerhalb meines Aufenthaltes von drei Monaten die nützlichen Informationen für meine weiteren Forschungen gewinnen. Ich werde die neu erworbenen Materialien in den kommenden Monaten nutzen, um meine Monographie über die Künstlerinnen Lettlands von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1915 zu vervollständigen. Ein ernsthafter Vorteil in Bezug auf Kontakte wurde ebenfalls erreicht – ich bekam die Anfrage von Frau Dr. Wilhelmi einen Beitrag für die Zeitschrift “Nordost-Archiv“ für das Jahr 2019 zu schreiben."

Dr. art. Baiba Vanaga, Riga (Lettland)
Kunsthistorikerin

3 März - 29. Mai 2017
Zweimonatiger Intensivsprachkurs am Goethe-Institut in Berlin verbunden mit regelmäßigen Aufenthalten in Archiven, Forschungseinrichtungen und zahlreichen Museumsbesuchen. Weitere Forschungsaufenthalte in Lüneburg, Hamburg, Karlsruhe, Darmstadt, Frankfurt am Min, Düsseldorf, Münster, Bremen, Worpswede, Odenburg, Dresden, Leipzig, Coburg, und Stuttgart.
Abschlussvortrag "Diletantinnen oder Pionierinnen? Künstlerinnen in Lettland von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1915" im Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) an der Universität Leipzig.

"Im Allgemeinen war mein Aufenthalt in Deutschland ausgezeichnet. Ich konnte innerhalb meines Aufenthaltes von drei Monaten die nützlichen Informationen für meine weiteren Forschungen gewinnen. Ich werde die neu erworbenen Materialien in den kommenden Monaten nutzen, um meine Monographie über die Künstlerinnen Lettlands von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1915 zu vervollständigen. Ein ernsthafter Vorteil in Bezug auf Kontakte wurde ebenfalls erreicht – ich bekam die Anfrage von Frau Dr. Wilhelmi einen Beitrag für die Zeitschrift “Nordost-Archiv“ für das Jahr 2019 zu schreiben."